Antlitzdiagnose



Antlitzdiagnose, die Kunst, aus dem Gesicht des Menschen seine Konstitution, seine Fähigkeiten, seine Vorlieben und Nachlässigkeiten, seinen Charakter und auch seine Krankheiten abzulesen, ist keine Erfindung von heute. Schon im alten Griechenland stand diese Kunst hoch im Kurs.

Wir schauen jemanden ins Gesicht und erkennen „Du siehst aber gar nicht gut aus“ oder „Man sieht, dass es Dir besser geht“ oder „Die sieht aber nett aus“ oder „Seine Nase gefällt mir nicht“ oder „Mit dem ist nicht gut Kirschen essen“ Woran erkennen wir das? Mit dem Gesicht, dem Antlitz, zeigen wir mit mehr als jedem anderen Körperteil nach außen, wer wir sind. Und auch, wenn wir es in der Kunst der Verstellung zu großer Meisterschaft gebracht hätten, gäbe es doch immer noch Zeichen im Antlitz, die jeder Verstellung widersprächen (die Aussage „Ich fühle mich wohl“ verbunden mit stumpfem Augenausdruck und heruntergezogenen Mundwinkeln ist nicht stimmig).

Die leuchtenden Augen des Kindes oder die traurigen Augen eines Erwachsenen, die nach oben oder nach unten gezogenen Mundwinkel, eine große oder eine kleine Nase, große oder kleine Ohren, Falten auf der Stirn oder in anderen Bereichen des Gesichtes: viele Zeichen verraten, wer wir sind, wie wir leben. Alles steht im Antlitz geschrieben. Spötter sagen: Lieber vom Leben gezeichnet, als von Picasso gemalt. Der Art und Weise, wie ein Gesicht im Großen und Ganzen und in seinen vielen kleinen Einzelheiten gestaltet ist und sich im Laufe des Lebens verändert, liegen Gesetzmäßigkeiten zugrunde.

Die Pathophysiognomie  befasst sich mit den Krankheitszeichen, die im Gesicht abgelesen werden können. Veränderungen der Atmungsorgane, des Herz-Kreislauf-Systems, der Verdauungsorgane, des Uro-Genital-Systems usw. hinterlassen ihre Spuren.

Übrigens: Wer war die erste Antlitzdiagnostikerin? Nun, die Antwort ist leicht, wenn man sie kennt: "Ei, Großmutter, was hast Du für große Ohren?" "Ei, Großmutter, was hast Du für große Augen?" "Ei, Großmutter, was hast Du für große Hände?" "Aber, Großmutter, was hast Du für ein großes Maul?" Nun? Richtig, Rotkäppchen. Nur kam diese Erkenntnis zu spät, denn es wurde bekanntlich vom Wolf gefressen (vorläufig...).

Empfehlenswerte Literatur

Das Antlitz offenbart den Menschen, von Norbert Glas, Mellinger Verlag, 6. Auflage.

Dein Gesicht - der Spiegel Deiner Gesundheit, von Karlheinz Raab, PPV-Verlag Schwanstetten, 2. Auflage.

Lehrbuch der Psycho-Physiognomik: Antlitzdiagnostik für die Praxis, von Wilma Castrian, Haug Verlag, 3. Auflage.

Praxis der Pathophysiognomik, Lehrbuch und Bildatlas der Krankheitszeichen im Gesicht, von Natale Ferronato, Haug Verlag.

 

Therpeutikum Bachgau - Naturheilkunde Physiotherapie

Kontakt

Therapeutikum Bachgau
Bachstr. 26
63762 Großostheim

Telefon 06026-976510
info@therapeutikum-bachgau.de